LinkedIn Unternehmensprofil erstellen: kleines Unternehmen
So erstellen Sie als kleines Unternehmen ein LinkedIn-Unternehmensprofil in 6 Schritten — inklusive Tipps für Content, Website-Abstimmung und Pflege.

Wer heute nach einem Handwerksbetrieb, einem Ingenieurbüro oder einem B2B-Händler sucht, landet früher oder später auf LinkedIn. Nicht weil dort ständig gepostet wird, sondern weil das Profil eine einfache Frage beantwortet: Ist das ein seriöser Betrieb, mit dem ich arbeiten möchte? Für viele kleine Unternehmen fällt diese Antwort unfreiwillig aus — weil ein Unternehmensprofil entweder fehlt oder halb fertig herumsteht. Dieser Beitrag zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ein LinkedIn-Unternehmensprofil erstellen, das für Ihren Betrieb arbeitet — auch wenn Sie es komplett selbst machen.
Unternehmensprofil oder persönliches Profil — was Sie brauchen
LinkedIn kennt zwei Dinge, die oft verwechselt werden. Das persönliche Profil gehört einer Person (Ihnen als Geschäftsführer). Die Unternehmensseite gehört dem Betrieb. Für ein kleines Unternehmen sind beide relevant, und sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben:
- Das persönliche Profil stiftet Vertrauen. Menschen kaufen von Menschen — gerade im Handwerk und B2B-Geschäft.
- Die Unternehmensseite ist die offizielle Adresse: Logo, Beschreibung, Website-Link, ein Ort, an dem Beiträge erscheinen und den man verlinken kann.
Ein häufiger Fehler ist, nur eins von beidem anzulegen. Wer eine Unternehmensseite ohne gepflegtes persönliches Profil hat, wirkt anonym. Wer nur persönlich aktiv ist, hat keinen offiziellen Anker für den Betrieb. Legen Sie beides an — die Seite wird ohnehin über Ihr persönliches Profil verwaltet.
Voraussetzung: Ihr persönliches Profil muss stehen
Bevor Sie eine Unternehmensseite anlegen können, verlangt LinkedIn ein persönliches Profil mit einer bestätigten E-Mail-Adresse und ein paar Kontakten. Nutzen Sie diesen Zwang als Anlass, Ihr eigenes Profil aufzuräumen: aktuelles Foto, eine Kurzbeschreibung, die sagt was Sie tun und für wen. Das dauert eine halbe Stunde und zahlt sich sofort aus.
In sechs Schritten zur Unternehmensseite
Das technische Anlegen selbst ist schnell erledigt. Die eigentliche Arbeit steckt in den Inhalten — dazu gleich mehr.
1. Seite anlegen
Klicken Sie oben rechts auf das Raster-Symbol („Für Unternehmen") und dann auf „Unternehmensseite erstellen". Wählen Sie die Größe (bei den meisten Lesern hier: „Kleines Unternehmen"). Geben Sie Firmennamen und eine öffentliche URL ein. Tipp: Halten Sie die URL sauber — linkedin.com/company/ihr-firmenname ohne Zahlen oder Zusätze.
2. Logo und Titelbild
Das Logo sollte quadratisch und in guter Auflösung vorliegen (mindestens 300 × 300 Pixel). Das Titelbild ist die große Fläche im Hintergrund — nutzen Sie sie für eine klare Botschaft, nicht für ein zufälliges Stockfoto. Ein Satz, der sagt, was Sie tun, wirkt hier mehr als jede Grafik.
3. Die Kurzbeschreibung (der „Slogan")
Direkt unter dem Firmennamen erscheint ein kurzer Satz. Das ist die wichtigste Textzeile der ganzen Seite, weil sie auch in der Suche und in Vorschauen auftaucht. Schreiben Sie hier nicht „Ihr Partner für Qualität", sondern konkret, was Sie für wen tun. Beispiel: „Elektroinstallation und Smart-Home für Gewerbebauten in der Region Stuttgart."
4. Die „Info"-Beschreibung
Hier haben Sie Platz für einige Absätze. Beantworten Sie drei Fragen in dieser Reihenfolge:
- Was machen Sie? In der Sprache Ihrer Kunden, nicht in Fachjargon, den nur Kollegen verstehen.
- Für wen? Nennen Sie die Zielgruppe konkret — Bauträger, Facility Manager, Industriebetriebe.
- Warum Sie? Der Punkt, der Sie von zwei Konkurrenten unterscheidet. Erfahrung, Spezialisierung, ein besonderer Ansatz.
Wichtig: Der Ton dieser Beschreibung sollte zu dem passen, was auf Ihrer Website steht. Wenn LinkedIn seriös-technisch klingt und die Website locker-flapsig, entsteht ein Bruch, den Interessenten unbewusst registrieren.
5. Details ausfüllen
Branche, Unternehmensgröße, Standort, Website-Link, Gründungsjahr. Jedes leere Feld macht die Seite unfertig — und LinkedIn belohnt vollständige Seiten mit besserer Sichtbarkeit. Der Website-Link ist hier besonders wichtig: Er ist die Brücke von Ihrem Profil zu dem Ort, an dem aus Interesse eine Anfrage wird.
6. Erste Beiträge, bevor Sie einladen
Eine Seite mit null Beiträgen wirkt verlassen. Posten Sie zwei, drei Inhalte, bevor Sie Mitarbeiter und Kontakte einladen, der Seite zu folgen. So sieht der erste Besucher direkt, dass hier etwas passiert.
Der Punkt, an dem die meisten scheitern
Das Anlegen ist in einer Stunde erledigt. Danach beginnt das eigentliche Problem: Wer eine Seite hat, muss sie mit Leben füllen. Genau hier bleibt es bei den meisten kleinen Unternehmen stehen. Die ersten Wochen laufen, dann kommt ein Großauftrag dazwischen, und drei Monate später ist der letzte Beitrag von — irgendwann.
Das ist kein Disziplinproblem. Content neben dem laufenden Geschäft zu produzieren, kostet real Zeit: Themen finden, texten, gestalten, posten. Wenn niemand dafür zuständig ist, fällt es weg. Und ein Profil, das monatelang stillsteht, schadet mehr, als es nutzt — denn wer nachschaut, sieht Stillstand.
Zwei Dinge helfen dagegen:
Erstens: eine klare Linie. Legen Sie fest, über welche drei bis vier Themen Sie überhaupt sprechen. Abgeschlossene Projekte, fachliche Einordnungen, Einblicke in die Arbeit. Ohne diese Linie wird jeder Beitrag zur Grundsatzentscheidung — und das ermüdet.
Zweitens: Vorproduktion. Statt jede Woche neu anzufangen, schreiben Sie mehrere Beiträge auf einmal und planen sie im Voraus. Werkzeuge wie Buffer übernehmen das automatische Veröffentlichen zu festen Zeiten. So läuft das Profil weiter, auch wenn Sie zwei Wochen auf der Baustelle stehen.
Profil und Website gehören zusammen
Ein LinkedIn-Profil ist kein Selbstzweck. Sein Job ist es, Interesse zu wecken und den Besucher weiterzuleiten — auf Ihre Website, wo die eigentliche Anfrage passiert. Wenn diese beiden Kanäle dieselbe Sprache sprechen und optisch zusammenpassen, entsteht ein durchgehender Eindruck von Professionalität. Wenn nicht, verpufft der Klick.
Wie sich beide Kanäle sauber verzahnen, ohne dass Sie doppelte Arbeit haben, haben wir in einem eigenen Beitrag über LinkedIn und Website aufeinander abstimmen beschrieben. Und wenn die Website am anderen Ende die Anfrage nicht einsammelt, hilft auch das beste Profil nichts — dazu lohnt der Blick darauf, wie Sie Ihre Website gezielt für die Kundengewinnung im B2B aufstellen.
Was Sie selbst schaffen — und wann sich Hilfe lohnt
Die Seite anlegen, das Logo hochladen, die ersten Texte schreiben: Das können Sie alles selbst. Rechnen Sie mit einem halben Tag, wenn Sie Ihre Botschaft schon im Kopf haben. Der schwierige Teil ist nicht die Technik, sondern zwei Dinge, die Zeit und Übung brauchen: die eigene Positionierung sauber auf den Punkt bringen — und sechs Monate lang dranbleiben.
Wenn genau das Ihr Engpass ist, kann es sinnvoll sein, den Aufbau abzugeben. Unser Angebot KX Digital Start baut LinkedIn-Profil, Content und Website auf einem gemeinsamen Markenkern auf — damit alle drei dieselbe Zielgruppe und denselben Ton teilen. Die Beiträge werden für sechs Monate vorproduziert und laufen über Buffer automatisch, sodass nach der Übergabe kaum operative Arbeit für Sie bleibt. Wie dieser Marketing-Autopilot mit Festpreis im Detail funktioniert, sehen Sie am Beispiel des Referenzprojekts, für die 52 Beiträge und ein neu aufgesetztes Unternehmensprofil entstanden sind.
Ob Sie es selbst machen oder abgeben — der wichtigste Schritt ist der erste: eine vollständige, ehrliche Seite, die zeigt, was Ihr Betrieb kann. Alles Weitere baut darauf auf.
Häufige Fragen
- Brauche ich für die LinkedIn-Unternehmensseite ein persönliches Profil?
- Ja. LinkedIn verlangt vor dem Anlegen einer Unternehmensseite ein persönliches Profil mit bestätigter E-Mail-Adresse und einigen Kontakten. Die Seite wird ohnehin über Ihr persönliches Profil verwaltet, daher sollten Sie beides anlegen und pflegen.
- Wie lange dauert es, ein LinkedIn-Unternehmensprofil zu erstellen?
- Das technische Anlegen ist in etwa einer Stunde erledigt. Rechnen Sie mit rund einem halben Tag, wenn Sie Logo, Texte und Ihre Botschaft schon vorbereitet haben. Der eigentliche Aufwand steckt danach in der laufenden Pflege.
- Warum scheitern viele kleine Unternehmen nach dem Anlegen der Seite?
- Weil niemand für den laufenden Content zuständig ist. Ein Profil, das monatelang stillsteht, schadet mehr als es nutzt. Eine klare Themenlinie und die Vorproduktion von Beiträgen mit Werkzeugen wie Buffer helfen, dranzubleiben.
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